Bericht von Annika Evers

Ein Jahr später hatte ich meinen ersten größeren Erfolg: Ich wurde Vizelandesmeisterin U14w. Im selben Jahr wurde ich mit meiner Mannschaft Norddeutscher Vizemeister U14w und wir belegten auf der Deutschen Meisterschaft Platz sieben.
Ab 2008 habe ich auf der Landeseinzelmeisterschaft im gemischten Feld gespielt. Auch wenn ich mich 2008 nicht dafür qualifizieren konnte, durfte ich - aufgrund eines Freiplatzes - zur Deutschen Einzelmeisterschaft. Am Ende gab's Platz 12 - gerade noch obere Hälfte - ein gutes Ergebnis. Nach dieser tollen Erfahrung war mein Ziel klar: Da wollte ich zumindest noch einmal hinfahren!
In den beiden Folgejahren habe ich mit meiner Mannschaft in der U16 auf der Norddeutschen Meisterschaft 2009 den 4. und 2010 den 2. Rang erreicht. 2009 belegten wir auf der Deutschen Meisterschaft den 14. Platz. 2010 konnte ich krankheitsbedingt leider nicht mitfahren.
Ich habe 2010 das Hamburger Vorturnier des Ramada-Cups in Hamburg in der Gruppe D gewonnen und am Finale der Deutschen Amateurmeisterschaft in Halle teilgenommen. Hier belegte ich den 14. Platz von 32 Teilnehmern.
Im April 2011 war wieder die Landeseinzelmeisterschaft - dieses Mal auf der Insel Norderney. Hier gelangt mir, womit eigentlich keiner - und ich selbst noch am wenigsten - gerechnet hatte: Ich qualifizierte mich für die Deutsche Einzelmeisterschaft in der U18w!
Und so wurde mein Traum wahr: Ich durfte noch einmal zur "Deutschen". In Oberhof belegte ich mit 4,5 Punkten aus 9 Runden Platz 11, ein Platz besser als mein Setzlistenplatz.
Im Mai fuhr ich mit der Mädchenmannschaft des Athenaeums zur Deutschen Schulschachmeisterschaft. Hier erreichten wir den dritten Platz.
Als Jahresabschluss hatte ich die dritte "Deutsche" in diesem Jahr, denn ich war als Gastspielerin für den SC Leipzig-Lindenau auf der DVM U20w. Ich holte am zweiten Brett 5,5 Punkte in sieben Runden und am Ende belegten wir den 7. Platz.

 


Johanna Blübaum - Annika Evers DEM 2011 U18w Oberhof (3), 13.06.2011 [Annika Evers]
1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sc3 Sf6 4.e3 a6 5.Dc2 e6 6.Sf3 c5 7.cxd5 exd5 8.Le2 Sc6 9.0-0 Le6 10.Td1 Sb4 11.Dd2 Se4 12.Sxe4 dxe4 13.Se5 cxd4 bis hierhin war alles meine Vorbereitung. 14.a3 [Theorie wäre: 14.exd4 Ld6 15.a3 Sd5 ] 14...d3 15.axb4 dxe2 16.Dxe2 Dc7 durch diese Abwicklung hat Weiß einen schwachen Doppelbauern 17.f4 exf3 18.Sxf3 und nun kommt auch noch der Isulani auf e3 hinzu und der erste Bauer fällt: 18...Lxb4 19.Ld2 Lxd2 20.Txd2 0-0 21.Sd4 Tfe8 22.Tc2 Db6 23.Df2 Tac8 24.Tac1 Txc2 [24...Dxb2 hätte einen zweiten Bauern gewonnen, da auf 25.Txb2 Txc1+ 26.Df1 Txf1+ 27. Kxf1 die Dame zurückgewinnt] 25.Txc2 Tc8 26.Txc8+ Lxc8 27.Dc2 Ld7 28.h3 h6 29.b3 Da5 30.Kf2 Dd8 31.De4 Df6+ 32.Kg1 Lc6 33.Sxc6 Dxc6 34.De5 Kf8 [34...f6 wäre besser gewesen, da nach Kf8 35.Db8+ De8 36.Dxb7 Dxe3+ 37.Kh1 noch kompliziert werden kann] 35.Kh2 f6 36.Db8+ Kf7 37.Dg3 Db5 38.Dc7+ Kg6 39.Dg3+ Kh7 40.e4 De5 nun kann Weiß aufgeben, da das Bauernendspiel aufgrund des sich bildenden entfernten Freibauern glatt gewonnen ist. Man kann also auch mal eine um einiges höher gesetzte Gegnerin schlagen (Johanna Blübaum hatte ca. 250 DWZ-Punkte mehr als ich) 0-1

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